[Music: Taking Back Sunday - Spin]
Kaffee ist unser Freund. Allein schon, weil es bei ihm keine Rolle spielt, ob wir auch sein Freund sind.
Menschen müssten einfach mehr sein wie Kaffee. Am besten alle Menschen meines vergangenen WEs, welches mir mal wieder
einen mit-ohne-Alk Kater beschert hat. Wars nu scheiße, oder doch eher geil, und ich nur zu unfähig, um
blöde Gedanken zu verbannen?
Auf jeden Fall wars erst enttäuschend, dann spannend und mystisch. Hat neugierig gemacht, Katzenstyle
eben. Was wäre mein Leben nur ohne Musik? Und eben jene fasziniert mich mal wieder so sehr, dass es
kaum auszuhalten ist. Die neue Mando Diao ist fett, Taking Back Sunday erst recht, Audioslave
dafür langweilig. Aber noch viel fetter waren auf ihre Weise wiedermal 2 Lokalbands. Sänger heißen
irgendwie eh alle And[y/i] und sind jeweils sehr vercheckt. Ob einem jetzt einfach jeden Gig 'ne
Bass-Saite reißt, oder man alles umrennt, was so auf der Bühne rumsteht... Riesenspaß!
Aus 3 mach 5 und schon isses noch geiler. Auch mit Blut auf der Gitarre. Oder eben gerade wegen.
Nur mit der Präsenz ist das so 'ne Sache. Die war wie immer recht ungleich verteilt, dafür gabs
faires Wassermelonen-Sharing. Einfach tauchen. Schön, wenn man wenigstens nicht alleine durchdreht.
"We can't go back...can't go back...can't go back..."
Error:Operator, hammer, schreien will ich, ganz laut, alles raus, was ich immer für mich behalte.
Meine Fresse, der Song ist so genial, das haut mich grad zum x-ten mal um. Wann krieg ich das Thema
eigentlich mal vom Tisch? Gar nicht, solange man sich in 'ner Stimmung befindet, in der man von jedem, den man auch nur
ansatzweise und eventuell ganz nett findet hören muss, dass man das interessanteste Katzenvieh ist, was
sie je getroffen haben, um nicht frustriert in der Ecke zu stehen. Reden wir doch mal für 'n Moment
über Selbstbewusstsein. Als Audioslave noch Ausdruck hatten, haben sie be yourself gesungen und den
Nagel mitten ins herz geschlagen. Was hat man denn für 'ne Wahl? Bist halt wie du bist, ob das jetzt
spontan ein Standbild ins Hirn brennt, oder nicht. Und vor allem kriegt man es ja
selten zu sehen, dieses Bild, man will ja auch nicht, dass die alle von dir besessen sind und deine
leeren Kaffeebecher zuhause in 'nem Schrein stapeln. Das führt dann meistens zu den härteren Sachen.
Fotos. Getragene Unterwäsche. Voodoo-Puppen. Und so. Das muss ja nicht sein, stresst immer so, wenn man
sich fremdbestimmt den Mond anheulend wiederfindet.
"...can't go back...can't go back.."
Willkommen daheim, kleiner Eishockey-Underdog, die Stunde des Wolfes ist gekommen, jetzt kannst du
losziehen, dich aufbäumen und alle Ungerechtigkeiten der Welt auf einmal aus dem Weg brüllen.
Zumindest auf der unsichtbaren Schwelle zwischen Wirklichkeit und Phantasie. Aber pass auf, letztere
spielt dir gerade einen Streich nach dem anderen, bietet dir ultimative Lösungen in Form von
E-Gitarren an und lacht sich ins Pfötchen,
wenn du wie blöde einer Illusion hinterherjagst, bist du dich erschöpft im Gebüsch verstecken musst.
Stimmts Tony? Hängst schon wieder voll drin, da gibts bestimmt bald auf'n Deckel.
Und nur um klarzukommen muss man dann wieder 'nen schrägen Text auf seine beknackte Homepage setzen,
während die Frau aus dem Lautsprecher klingt, als ob sie gerade 'nen Orgasmus hat, während die
betagte Gattin ihren Mann so anguckt, als ob sie schon lange keinen gehabt hätte.
Klar ist das jetzt nicht die Stunde der Wahrheit, die liegt woanders, weißt du doch ganz genau. Ich
weiß natürlich auch, dass es an sich bescheuert ist, ich mich nicht so fühlen müsste, dass eh alles
gut wird und allein spielen und durchdrehen keinen Wert haben.
Aber wenns halt so ist?