[Music: Kate Voegele - One Way or Another]
Kerzenlicht flackert, dunkel ists rundrum, unglaublich überschaubare Popmusik erfüllt den Raum und es ist romantisch, so überaus romantisch,
dass man sich beinahe übergeben möchte, wäre man nicht ganz allein darin, denn dann nennt man es nicht mehr Romantik, sondern unbeschreiblich
unsagbare Schönheit des Augenblicks, die man nicht teilen muss.
Du lässt dich von verträumter Poesie und der Energie einer beinahe unwirklichen Erinnerung in eine vage, aber durchaus vielversprechende
Zukunft tragen.
Der Alltag auf dem Weg dahin macht dir Angst, der macht eh allen Angst, weil er so dröge und banal erscheint, was er aber nicht ist. Denn auch hier
waltet still und leise eine subtile,
aber schier unbegrenzte Bedeutsamkeit, die vom plakativen Gefühlsoverkill erdrückt wird, für den jeden Tag jede
Menge Geld ausgegeben wird, damit der Weg ganz kurz und unbeschwerlich bleibt, aber nie ans Ziel führt.
Wie großartig sind diese echten Momente, die so selten sind, weil man sich nicht in ihnen fallen und sie geschehen lässt, sondern sucht, oder
vor ihnen wegläuft.
Wenn die Dunkelheit dich in eine Ecke drängt, dann mach sie zu deinem Freund, genieße sie und strahl dabei so hell du kannst, lass deinen
Tränen freien Lauf, denn sie lassen sich nicht halten, wenn du von der unerwarteten Intensität der scheinbaren Leere so überwältigt bist, lass den
Bass durch die Straßen dröhnen und vergiss nie wieder, dass Glück, Freude und Liebe in jedem Moment liegen können.
Diesen Moment hab ich dir zu verdanken, auch, oder gerade weil du grad nicht da bist.
Lass dich berühren. Auch wenn's unglaublich überschaubare Popmusik ist.