[Music: Apoptygma Berzerk - Shine on]
Was tut man, wenn man krank ist? Genau! Man ignoriert es und geht auf Konzerte. Scheiße, bin ich
im Arsch *g*
Aber geil wars! Dafür hab ich keine Stimme mehr und kann morgens kaum ausn Augen gucken. Naja,
wie ich schon an anderer Stelle sagte: Manchmal muss man eben Prioritäten setzen!
Und die lagen am Samstag erstmal beim Kneipenfestival.
Neue Band kennengelernt Evenless. Goil, echt mal
*zeuchkauf*.
Und daaaaaaann? Wird man wiedermal als Groupie abgestempelt. Hey, nur weil ich die Band schon
mindestens ein Dutzend mal gesehen hab? Übertreib mal nicht! :D
Ungefähr ein viertel qm pro Person...aber meine Fresse, ging das ab *g* Da konnte ich dann sämtlichen
Frust wegen blond-schwarz-dumm-gepiercten Ideen loswerden und einfach alles rausschreien.
Das Hallo und der Mittelfinger. Mal wieder ein bisschen grenzwertig, Kontrast und zum Glück
unausgesprochen.
Egal, die Begeisterung überwog und ich schaffte es, mich davon wegzukriegen und mich fröhlichen
bei-Fuß-Knuddel-Aktionen hinzugeben und neue Leute kennenzulernen. Jaaa, aber warum eigentlich?
Chronisch inkompatibel war die Antwort. Und das enthält mehr Wahrheit, als sich irgendjemand
vorstellen kann. Und wie gern ich es ändern würde...aber kann ich nicht. Weil ein Glöckchen um den Hals
nicht reicht, um die Ebene dahinter zu erreichen.
"Why are you running away from yourself?"
Schlaaaaafen! Viel zu kurz und am nächsten Tag furchtbar motiviert fürs nächste fackeln! Münster
diesmal, mit Affen aufm Klo. Bisschen Planungs-Chaos, aber dann doch auf dem Weg. Thx an meinen
freundlichen Taxifahrer ;D
Jeez, geht ja doch noch kleiner! Gemischte Gefühle. Und ganz anders, als am Tag davor...w-o-w!
Und das wird man von außen nie verstehen. Was diese Band schafft, wenn sie dir bei einem
Auftritt nicht nur jedes mal Nackenschmerzen beschert. Das ist mehr, als Musik für die Ohren,
das geht rein, nicht nur in kleine Katzenherzen. Das ist so echt wie eine Träne, so stark wie
eine Raubkatze und so mitreißend wie ein tiefer Blick in manche Augen.
Dafür wollte sie dann auch keiner gehen lassen und anschließend war ich dann genauso fertig, wie
happy. Jaha, da haste echt was verpasst!
Nur wo ich das jetzt schreibe, macht sich wieder dieses nagende Gefühl bemerkbar, welches mir
mitteilt, dass Zugeständnisse ihren Preis haben, weil man auf einmal wieder etwas zu verlieren hat.
Und das will ich nicht, hab es aber genauso wenig in der Hand, wie die Zeit, in der ich noch Geduld
haben muss. Aber auch das Ende wünsch ich mir nicht mit voller Kraft herbei, weil Freiheit und
Einsamkeit soviel leichter sein können.
Und so kämpfen diese beiden unvereinbaren Impulse unter der Oberfläche fast 25 Stunden am Tag und
lassen nur für kurze Momente zu, dass ich mich für einen entscheide, packen sich dann aber ganz
schnell wieder am Kragen, um zwischen Ruinen und Bauplänen dafür zu sorgen, dass ich auch ganz
sicher gespalten bleibe.
...well somewhere down the surface it stinks...
Aber hauptsache ne coole Fassade...! o_O