[Music: Hard-Fi - Suburban Knights]
Schmeckt wie Kaffee, ist aber gar keiner, sondern ein offenes Buch für die einen und ein
Nagetier incognito für jemand anderen. Da fliegt eine Eule namens Dennis durch die Nacht, trägt
ein kleines Geheimnis in seinem Panzerherz, landet lautlos auf deiner Schulter und erzählt dir
eine unglaubliche Geschichte von Dingen, die gar nicht sein können, weil sie nicht sein dürfen.
Aber wenn man um halb 3 vom Telefon geweckt wird und sowieso vor lauter Gedanken nicht mehr weiß,
wohin mit all diesen Impulsen, dann gibt's nichts schöneres, als im dunkeln über traurige
Parkplätze zu skaten und dieses undefinierbare Wesen in Codewörter zu hüllen, auf dass eines
Tages klar wird, was gemeint war.
Plötzlich wandelt man schlaftrunken durch seinen eigenen B-Movie, timing be damned, was
man will und was man braucht sind oft 2 Paar Schuhe.
Wenn das Innere droht überzulaufen, dann macht man einfach das Fenster auf, raus damit, loslassen,
zuviel wird ruhiger, noch ruhiger. Den Schrank in der Hand und die Oma im Türrahmen, der Hund
bellt und stört, das Foto leidet unter 2 Jahren WoW und die Stimme ist seltsam vertraut.
Dieser Hauch von Alltag, so beängstigend für die meisten, so ersehnt von wenigen, das leise
Gefühl der Traurigkeit, nicht projeziert, aber Situations-induziert, Strandkinder und Träume.
Es soll nicht wehtun, auch später nicht.
Lässt es sich vermeiden? Detached bleiben. Aber nicht zuviel, sonst könnt ich auch direkt den
Geschenkkorb überreichen, dir die Hand schütteln und freundlich-unpersönlich auf Wiedersehen
lächeln.
"I told you, when you're sleeping with dogs, you might wake up with an entertainment center!"
Also was lernen wir bis hierher? Niemals nackt telefonieren, denn die Welt steht selten still.
So sind wir Helden des Augenblicks, unentdeckt und unbeeindruckt von unserer eigenen Unwissenheit,
welche schützend und treibend das Leben in Bewegung bringt und uns immer einen Schritt vorausbleibt.
Wir werden sehen!