[Music: Nada Surf - Do it again]
Okay. 2007 ist am Start, es ist viertel nach 10, ich trinke Cappu und weiß, dass das auch in diesem Jahr
um diese Uhrzeit eine blöde Idee ist.
Aber was soll ich machen? Ist halt spät und ein bisschen leer, mein Hund läuft mit wichtiger Mine
durch die Wohnung, der Sturm draußen bereitet sich auf seinen großen Auftritt vor, halb vertraute
Schattenreiter treiben ihr Unwesen im Dunkeln und ich...ja ich mache mir Gedanken über brennendes Plastik,
Veränderungen und was passieren musste, damit heute einer dieser Abende wurde, an dem man einfach dasitzt
und nichts tun kann, obwohl man will, weil man tausend nicht fertig formulierte Fragen im Kopf hat.
Ich bin mir sicher, dass die Antworten schon unterwegs sind. Sind sie immer, nur manche sind einfach
nicht gerade schnell, oder auf chinesisch geschrieben.
Was einem halt grad so durch den Kopf geht. Ziffernblätter und Lügen, die keine sein wollen,
Hintergründe
und Einflüsse, die lange unentdeckt geblieben sind, Türschilder und Telefonnummern, die am liebsten
gar nicht existieren würden und das große Verlangen nach Freiheit und Vertrautheit.
So much work! Der Januar stinkt noch ein bisschen vor sich hin, befreit mich und euch von lästigen
Konflikten der Vergangenheit inklusive ihrer Verursacher und übt sich bisher deutlich unbeholfen
im Freudentänzchen aufführen.
Ich find das übrigens total beeindruckend, wenn Menschen, die noch nie mit mir geredet haben so
furchtbar genau wissen, warum ich was tue! Ein wenig arm ist das schon. Aber vielleicht ist denen
ja auch einfach mal langweilig.
Da begibt man sich schonmal auf die Suche nach dem Ursprung von Wertschätzung, verliert sich
unterwegs in Zweifel, markiert drei oder vier Stellen mit Erinnerung, bleibt grübelnd vor einem
verblassten Wegweiser stehen und hat vergessen, wo man eigentlich losgegangen ist.
Aber dahinten wird's hell. Da geht's bestimmt nach hierwollteichankommen.