[Music: Dinosaur Jr. - We're not alone]
Die Wirbelsäule befindet sich in Torsion, der Kopf in Schräglage und der Geist irrt umher, nachts, in Badewannen, auf Stelzen in der Nachbarschaft,
oder lediglich an die Decke starrend, in Traum und Wirklichkeit gespalten, gleichermaßen irritiert wie fasziniert.
Der Rest vom Tier ist müde und fühlt sich ausgesetzt, investiert ungefragt und immer nur vorausblickend in die Zukunft und alles andere, was
echt ist. Es übt sich in Gelassenheit und Optimismus, scheitert mitunter kläglich, liegt mit der Nase dicht am Türspalt, kann noch nichts sehen, nur
riechen und erahnen, harrt unentdeckt aus und weiß nicht so recht, wohin mit der ganzen Hoffnung. Es geht um unglaublich bedeutsame Momente,
die sich in Nonsens gehüllt als leere Worte tarnen und lautlos ihre Spuren im nassen Sand hinterlassen, welcher kaum spürbar dem sanften Druck
der Pfoten nachgibt und ohne es zu wissen den Pfad zu einem Ziel bildet, welches sich noch unbeteiligt grinsend als nichtexistent ausgibt.
Und solange wir weiter fröhlich so tun, als ob gar nichts passiert erlernen wir Fremdsprachen und stellen uns Möbel auf die Extremitäten, denn was
soll man auch sonst damit tun, sind schließlich Einzelstücke.
Das Ego sollte sich schleunigst wieder in Rückenlage begeben, weil es beinahe allergisch überschießende Reaktionen triggert, die vollkommen
an der Realität vorbeifühlen, sich aber für einen kurzen Augenblick so in sich selbst gefangen sehen, dass beinahe alle Flinten dieser Welt
zusammen mit deinem letzten Rest Verstand einen Tagesausflug ins Krematorium planen.
Aber, und damit sei endgültig meine Lernfähigkeit unter Beweis gestellt, der wird natürlich frühzeitig abgeblasen, um für etwas Platz zu machen,
das man mit nichts treffender beschreiben könnte, als mit einem Lächeln.
Du gehst laufen, ich warte solange hier und bastel an meinem Leben rum. Der Wald sieht nur so aus, als sei ich nie hier gewesen, aber ich steh am
Ende trotzdem genau da, wo ich ankommen wollte.
Ist alles gut. Wirst schon sehen.